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Kindergarten . Aarberg


Umbaugedanken zum Kindergarten in Aarberg


Zusammenspiel Alt+ Neu

Alt und Neu wurden bewusst miteinander kombiniert, dadurch wurde eine spannende Wirkung erzeugt. An bestehenden Türen und Schränken wurde nichts verändert da diese eine grosse ästhetische und handwerkliche Substanz zum Vorschein brachten. Die Garderobe wurde restauriert und eine zusätzliche, funktionale Ablage eingebaut die nun eine optimale Gebrauchstauglichkeit garantiert.

Sanitäranlagen wurden zeitgemäss modernisiert. Das Putzbecken wurde im Schrank `versteckt`. Wände wurden nach den Wirkungen der Farben gestrichen und den Räumlichkeiten sowie Gegebenheiten angepasst. Die Wirkung der einzelnen Farbkonzepte wird nachfolgend erläutert.


Farbkonzepte und ihre Wirkung

Eingangsbereich/Garderobe: ORANGE

Die Farbe Orange, mit welcher die Kinder am Morgen im Eingangsbereich empfangen werden wirkt aufbauend und leistungssteigernd; anregend und anspornend;  fördert die Freude, Leichtigkeit;  weckt die Arbeitsfreude und macht es kleinen sowie grossen Morgenmuffeln leichter, wach zu werden.

Hauptraum: GELB

Die Farbe Gelb, welche im Hauptraum verwendet wurde, wirkt aufmunternd und nervenstärkend; fördert die Intelligenz und den inneren Abstand;  fördert die Konzentration, den Lerneifer, regt den Geist an und unterstützt alle geistigen Tätigkeiten;  stärkt die Nerven. Hier wurde bewusst die Farbe Gelb gewählt, weil dieser  Raum zum Spielen, Malen, Singen, Tanzen usw. genutzt wird.

Nebenraum: BLAU

Die Farbe Blau welche im Nebenraum verwendet wurde wirkt harmonisierend, beruhigend, entspannend und lösend;  fördert die Kommunikation, die Sachlichkeit und die Präzision der Gedanken. In diesem Raum werden die Kinder z.B. Zeichnen und zusammen spielerische und sitzende Tätigkeiten ausüben.


Bodenbeläge

Der rustikale Plattenbelag im  Eingangsbereich und in der Garderobe wurde  durch einen Linoleumboden ersetzt. Draussen hat man sich für einen Granulatbelag, wie er auf Sportanlagen üblich ist, entschieden. So können die Kinder auch draussen auf einem weichen Boden rumtoben und die Verletzungsgefahr wird massiv reduziert.


Behindertengerechte Anpassungen/Sicherheit:

Um den Kindergarten möglichst behindertengerecht zu gestalten, wurden alle Schwellen entfernt und die Böden wurden alle auf das gleiche Niveau angehoben. Der Garderobenbereich mit dem Linoleumboden kann jetzt auch als Innenbewegungsraum genutzt werden, resp. der gedeckte Aussenplatz mit dem Granulatbelag als Aussenbewegungsraum. Selbstverständlich wurden in diesem Bereich Sicherheitsgläser mit einem minimalen Kostenaufwand eingesetzt.

Bei den Türgriffen und Lavabo wurden bewusst runde Formen ausgesucht.

Im ganzen Kindergarten wurden alle alten Sicherungen durch neue FI-Schutzschalter ersetzt damit die Sicherheit der Kinder garantiert werden kann und dumme Unfälle vermieden werden können.


Werkleitungen / Umgebung

An den Werkleitungen und der Umgebung, wurden nur minimale Veränderungen vorgenommen. Es wurden Sickerleitungen verlegt, um Wassereinbrüche im Keller zu vermeiden. Ausserdem wurden Stellstreifen angelegt und das Terrain so angepasst, dass ein Gefälle entsteht welches das Oberflächenwasser vom Haus verhalten soll.


Energetische Massnahmen

Das Dach und die Fenster wurden totalsaniert. Ebenfalls wurde die Kellerdecke nachgedämmt. Formal wurde die ganze Dachsparrenkonstruktion fassadenbündig abgeschnitten und die aufgesetzten Sparren zum Trauf- und Ortladen verjüngt. Somit entsteht trotz mehrschichtigem, massivem Aufbau eine schwebende und leichte Wirkung des dominanten Daches. 

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